Zurück auf die Sonnenseite der Seele durch Heilpflanzen

Etwa 5 bis 6 Millionen Bundesbürger leiden an einer depressiven Erkrankung. Unruhe, Angst und Schlafstörungen sind ein Zeichen für die übermäßige seelische Belastung der heutigen Zeit. Zudem zeigen sie auch die mangelnde Fähigkeit dafür auf, außergewöhnliche Situationen zu verarbeiten. Unsere Aufmerksamkeit unterliegt einem 24 Stunden-Rhythmus. Sie wird durch Reize gesteigert, die von außen auf uns einströmen und unterliegt in der Nacht hemmenden Einflüssen, so dass wir in den Schlaf finden. Im Schlaf finden wichtige Erholungsprozesse im gesamten Körper statt. Nicht nur die Organe regenerieren sich, sondern auch im Gehirn werden die täglichen Eindrücke mittels unserer Träume verarbeitet. Deswegen ist der Schlaf auch so wichtig für unser Wohlbefinden. Gerade bei depressiven Verstimmungen leidet die Qualität des Schlafs und hat somit Auswirkungen auf unsere gesamte Gesundheit.

Es ist ganz natürlich, dass wir in bestimmten Situationen Angst haben. Wir fürchten uns vor Prüfungen, Vorstellungsgesprächen, Arztbesuchen, wichtigen Untersuchungen oder dem Verlust eines Familienmitglieds. Verselbständigt sich jedoch die Angst, so dass es zu regelrechten Angstattacken kommt oder unsere gesamte Stimmung von Angst überlagert wird, so liegt eine Fehlregulation vor. Diese übersteigerte Angst kann Auswirkungen haben auf die Schlafqualität, auf unseren Verdauungsapparat, auf die Muskulatur in Form von Verspannungen, aufs Herz und auf die Seele. In ausgeprägten Fällen muss unbedingt ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Schon seit Urzeiten setzen Menschen verschiedene Heilpflanzen zur Beruhigung und zur Unterstützung eines erholsamen Schlafs ein. Die blau blühende Lavendelpflanze kennt mancher aus dem Urlaub in Südfrankreich, wo es wunderschöne blühende Lavendelfelder mit dem herb-süßen Duft gibt.

Im Lavendelöl sind ätherische Öle enthalten, die auf die überreizten Nerven stabilisierend wirken und gerade auf die Angst einen sehr positiven Einfluss haben. In verkapselter Form können die Wirkstoffe hochdosiert eingenommen werden.

Liegt eine depressive Verstimmung vor, so fühlen sich die Betroffenen antriebslos und niedergeschlagen. Hochdosierter Johanniskraut-Extrakt steht auf einer Stufe mit den leicht wirksamen Antidepressiva, hellt die Stimmung auf und wirkt ausgleichend.

Auch die Passionsblume und der Hopfen werden traditionell zur Angstlösung und Entspannung schon seit dem Mittelalter eingesetzt. Ein pflanzlicher Klassiker bei Schlafstörungen ist die Baldrianwurzel, die es als intensiv riechende Tinktur gibt, aber auch als Tee oder in Form von Dragées. Auch homöopathische Mittel zur Angstlösung und Schlafunterstützung sind schon lange im Einsatz.

Bedenken sollte man, dass es durchaus einige Tage dauern kann, bis die volle Wirksamkeit der pflanzlichen Arzneimittel erreicht wird, weil der Körper eine Umregulierung erfährt.

Mein persönlicher Tipp:

Ein Augenmerk sollte man auch auf die ausreichende Zufuhr von Mineralien und Spurenelementen richten.