Unterstützung für empfindliche Augen

Das Auge ist ein höchst empfindliches Organ, mit dem Helligkeit und Dunkelheit, Farben und auch die räumlichen Informationen wahrgenommen werden. Außerdem werden durch Licht auch Steuerungen im vegetativen Nervensystem vermittelt, die uns über den Hell-Dunkel-Wechsel an einen 24 Stunden-Rhythmus anschließen. Auch die Psyche wird durch zu lange Dunkelphasen negativ beeinflusst.

Damit das Sichtfeld möglichst durch die Augenstrukturen nicht behindert wird, sind die vorderen Strukturen durchsichtig und werden daher weisen daher keine Blutgefäße auf. Die Augenkammer ist mit Flüssigkeit gefüllt, die auch die Hornhaut und die Linse mit Nährstoffen versorgt und einen gleichmäßigen Augeninnendruck gewährleistet.

Zum Schutze der Augen sitzt der Augapfel in einer knöchernen Höhle. Ober- und Unterlid verhindern durch einen blitzschnellen Schutzreflex das Eindringen von Fremdkörpern. Die Augenoberfläche unterliegt einem ständigen Spülprozess zur Entfernung von Schmutz. Die Tränenflüssigkeit befeuchtet die Augenoberfläche. Außerdem enthält sie auch bakterienabtötende Enzyme. Der Tränenüberschuss wird in die Nase abgeleitet. Daher müssen wir auch die Nase putzen, wenn wir weinen.

Gerade in der kalten Heizperiode klagen viele Menschen wieder über das Phänomen des „trockenen Auges“. Aber auch Frauen in einer Hormonumstellungsphase klagen darüber oder auch Senioren, weil im Alter die Menge der Tränenflüssigkeit abnimmt. Zuerst müssen wir uns der Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit widmen. Sie enthält drei Komponenten: Muzin benetzt die Hornhautoberfläche und gleicht kleinere Unebenheiten aus. Darüber befindet sich eine wässrige Schicht mit Salzen, Proteinen und bakterienabtötendem Lysozym. Nach außen bildet eine Lipidschicht den Abschluss, die ein Austrocknen verhindert. Die vollwertige Funktion ist nur gegeben, wenn ein kompletter Tränenfilm das Auge überzieht. Dies geschieht durch den Lidschlag.

Es gibt keine Möglichkeit, die Tränendrüse zur Produktion von mehr Tränenflüssigkeit zu veranlassen. Die Behandlung der Symptome wie Brennen, Druckschmerzen oder einem lästigen Fremdkörpergefühl besteht daher in dem Ersatz der fehlenden Flüssigkeit, die möglichst eine gute Gleitwirkung und eine lange Haftwirkung haben soll und schützend und heilend wirkt. Verschiedene Makromoleküle wie Polyvidon, Celluloseabkömmlinge oder Polyacrylsäure verhindern die Austrocknung. In neuerer Zeit wird oft Hyaluronsäure eingesetzt, wodurch die Gleitfähigkeit verbessert wird. Dexpanthenol wirkt zusätzlich heilend. Die Tropfen können bis zu stündlich angewendet werden.

Überaus praktisch ist auch ein Spray, das auf die geschlossenen Augen aufgesprüht wird und die äußerste Lipidschicht stabilisiert. Das verbessert zudem den Tragekomfort von Kontaktlinsen.
Verschiedene Mikronährstoffe benötigt das Auge in besonderem Maße. Vitamin D3, Beta-Carotin, Zink, Vitamin C und E sind für eine gute Augenfunktion wichtig. Sekundäre Pflanzenstoffe wie Lutein und Zeaxanthin versorgen und schützen die Makula. Sie bildet die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut und ist daher besonders wichtig für die Sehkraft. Eine Schutzwirkung übt auch die Omega-3 Fettsäure DHA (Docosahexaensäure) auf das Auge auf.

Mein ganz besonderer Tipp:
Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit durch den Einsatz von Luftbefeuchtern und trinken Sie ausreichend. Häufigeres Blinzeln regt die Bildung von Tränenflüssigkeit gerade bei Bildschirmarbeit an.