Gut beraten in der Regel

Für viele Frauen bringt das Auftreten der monatlichen Regel keine größeren Beeinträchti-gungen mit sich. Andere jedoch leiden regelmäßig während der Tage. Vorherrschend dabei sind krampfartige Schmerzen im Unterleib, manchmal begleitet von Übelkeit und Erbrechen. Hat der Frauenarzt festgestellt, dass keine organischen Krankheiten vorliegen, lassen sich die Beschwerden gut über die Apotheke behandeln. Auslöser für die Schmerzen sind Gewebshormone mit Namen „Prostaglandine“, die dafür sorgen, dass sich die Gebär-muttermuskulatur zusammen-zieht. Hier besteht auch der Ansatzpunkt für ein geeignetes Schmerzmittel. Gute Wirksamkeit zeigen die Arzneistoffe Ibuprofen, Acetylsalicylsäure und Naproxen.

Zur besseren Magenverträglich-keit können sie mit einem Säure-blocker kombiniert werden. Zur Krampflösung wird gerne der Wirkstoff Butylscopolamin ein-gesetzt. Wärme in Form von einer Wärmeflasche oder dem Auflegen eines warmen Kirsch-kernkissens wird auch als sehr wohltuend empfunden. Es empfiehlt sich, regelmäßig Magnesium zuzuführen, weil hierdurch die Krampfneigung deutlich gemildert werden kann.

An den Tagen vor den Tagen, herrschen Beschwerden vor, die unter dem Begriff PMS (prämenstruelles Syndrom) zusammengefasst werden.

Hierbei berichten die Betroffenen von Spannungsgefühl in der Brust, Kopfschmerzen, Haut-unreinheiten, Wassereinlage-rungen und psychischen Beeinträchtigungen wie starke Müdigkeit, Schlafstörungen und depressiven Verstimmungen. Dieses ganze Feld ist auf die Hormonschwankungen zurück-zuführen, die den Zyklus bedingen. Hier haben pflanzliche Präparate schon seit langem einen wichtigen Stellenwert. Traubensilberkerze und Mönchspfeffer helfen bei der Regulation des Hormongleich-gewichts. Hierbei muss beachtet werden, dass die volle Wirksam-keit erst nach 4 bis 6 Wochen erreicht wird. Bei depressiven Verstimmungen werden Johanniskrautpräparate eingesetzt. Nachtkerzenöl verbessert das Fettsäure-spektrum im Körper und wirkt sich nach längerer Einnahmedauer auch positiv aus. Bei ausgepräg-tem PMS ist eine ausreichende Zufuhr von Vitamin B6 ebenso wichtig wie eine ausgewogene Ernährung mit Gemüse, Obst, Fleisch und Milchprodukten sowie hochwerten Ölen wie Rapsöl oder Olivenöl.

Mein besonderer Tipp:
Gerade Entspannungstechniken wie Yoga, Pilates oder autogenes Training helfen über die kritischen Tage hinweg und tun auch sonst dem Körper und Geist gut.