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Was tun bei Gicht?

Was tun bei Gicht?

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Bei bis zu 30 % der Männer höheren Alters lassen sich erhöhte Harnsäurewerte feststellen. Harnsäure ist ein Abbauprodukt von Purinen. Diese bilden die Erbsubstanz der Zellen und dienen als Energieträger. Im Blut ist nur eine bestimmte Menge an Harnsäure tolerabel. Überschüssige Harnsäure wird in anderen Gewebeteilen abgelagert.

Dies sind vor allem Gelenke, aber auch Weichteile oder die Nieren. Wird auch dort ein Grenzwert überschritten, so bilden sich Harnsäurekristalle, die einen überaus schmerzhaften Gichtanfall auslösen.

Was geschieht bei einem Gichtanfall? Die messerscharfen Kristalle lösen meist nachts extreme Schmerzen aus. Schreitet die Krankheit fort, sind an den Fingergelenken, am Fuß oder an den Ohren Gichtknoten sichtbar. Tückisch sind Harnsäureablagerungen in der Niere, die zum Nierenversagen führen können.

Wie kommt es zu den hohen Harnsäurekonzentrationen? Purine werden zur Hälfte im Körper selbst gebildet, zur Hälfte durch die Nahrung aufgenommen. Natürlich sollte man ganz besonders purinreiche Nahrungsmittel wie Ölsardinen, Sardellen, Hering, Innereien und die Haut von Geflügel meiden.

Viel problematischer ist jedoch der Genuss von Alkohol und zu viel Fett, weil sie die Ausscheidung der Harnsäure hemmen. Bier enthält zudem besonders viele Purine. Ganz fatal ist jedoch die Zufuhr von Fructose. Sie wird nämlich direkt in Harnsäure umgewandelt. Fructose ist Teil des Haushaltszuckers, Bestandteil von süßen Limonaden und von süßen Früchten. Was man kaum weiß: Viele Fertiggerichte und süße Speisen werden mit Maissirup, abgekürzt GFS oder HFCS gesüßt. Stehen diese Stoffe auf der Zutatenliste, sollte man die Artikel besser ins Regal zurückstellen.

Auch manche Arzneistoffe wie Diuretika, Blutdrucksenker oder Acetylsalicylsäure blockieren die Harnsäureausscheidung. Medikamentös senkt der Arzt den Harnsäurespiegel. Was kann man selbst tun? Ein ganz einfacher Trick sorgt dafür, dass die Harnsäure ausgeschieden wird. Bei einer Regulierung des Säure-Base-Haushalts ins Basische durch Kalium- und Magnesiumcitrat sowie durch Zink verhindert man die Bildung schmerzender Harnsäurekristalle.

Mein besonderer Tipp: Regelmäßiger Sport hält die Gelenke beweglich und reguliert den Harnsäurespiegel.

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