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Vitamin D, das Sonnenvitamin

Vitamin D, das Sonnenvitamin

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Nach einer Erhebung des Robert-Koch-Instituts in Berlin sind bis zu 75 % der Deutschen nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt. Eigentlich ist Vitamin D kein Vitamin, sondern ein Hormon, das viele Stoffwechselprozesse reguliert. Es steuert den Calcium-Haushalt und erfüllt damit eine wichtige Rolle beim Knochenaufbau.

Daher sind weiche, fehlgebildete Knochen ein Hauptsymptom bei einer Unterversorgung, die medizinisch Rachitis genannt wird. Kinder können nur bei einem ausreichenden Vorhandensein von Vitamin D ein gesundes Skelettsystem entwickeln. Vitamin D reguliert auch das Immunsystem. Daher deuten häufige Infekte und Allergien auf eine Mangelversorgung hin. Beim Entstehen von Krebserkrankungen sollte die körpereigene Immunabwehr die entarteten Zellen abtöten. Bei Autoimmunkrankheiten ist das Immunsystem überaktiv und greift körpereigene Zellen an. Beides zeigt, dass die natürliche Balance der Immunmodulation gestört ist, die unter der Mitwirkung von Vitamin D erfolgt. Im fein austarierten System der Blutdruckregulation spielt Vitamin D ebenfalls eine wichtige Rolle. Und Diabetiker sind besonders auf Vitamin D angewiesen, damit die Insulinausschüttung der Bauchspeicheldrüse gut funktioniert.

Vitamin D durch Sonne
Vitamine nehmen wir normalerweise ausschließlich über die Nahrung auf. Bei Vitamin D ist das anders: Wir stellen etwa 90 Prozent unter Sonneneinstrahlung in unserer Haut selber her. Aus der Vorstufe in der Haut wird in der Leber die Speicherform von Vitamin D gebildet, von der wir über die Wintermonate zehren. Es gibt in unseren Breitengraden nämlich nur von April bis September eine ausreichende Sonneneinstrahlung. Aber gerade da – so wurde uns schon oft genug erklärt – ist es unerlässlich, sich durch Sonnencreme vor Hautkrebs zu schützen und einer Hautalterung vorzubeugen. Schon ein Sonnenschutz mit einem niedrigen Lichtschutzfaktor 8 unterbindet jedoch 97 % der Vitamin-D-Produktion. Von Oktober bis März enthält das Sonnenlicht nicht genug UVB-Strahlung, so dass wir dringend auf die im Sommer gebildeten Vitamin-D-Speicher angewiesen sind.

Wie können wir nun die Vitamin D-Versorgung sicherstellen?
Aus den erwähnten Gründen ist die Eigenproduktion durch ausreichendes Sonnenbaden fast nicht möglich. Man könnte auf Vitamin-D-reiche Nahrungsmittel zurückgreifen. Vitamin D ist außer in Eiern und Innereien vor allem in fettem Fisch vorhanden. Davon müsste man allerdings täglich etwa ein Kilogramm verspeisen, um genug aufzunehmen. Einfacher und sicherer ist es, Vitamin D über ein geeignetes Präparat aufzunehmen.

Welche Folgen hat ein Mangel?
Mit fortschreitendem Winter sinkt der Vitamin D-Spiegel ab und umso höher wird die Anfälligkeit für Infekte. Daher hat die Erkältungs- und Grippewelle ihren Höhepunkt in den Monaten zwischen Januar und März. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat die empfohlene Tageszufuhr im Jahre 2012 auf 800 I.E. vervierfacht, um die Versorgung sicherzustellen. Vorsicht bei Produkten aus dem Drogerie- und Discountbereich: Hier wird oftmals noch die frühere Empfehlung von 200 I.E. als Basis der Dosierung herangezogen. Vor einiger Zeit kam eine Hochdosistherapie von Vitamin D in Mode. Neue Studien zeigen jedoch, dass eine tägliche niedrige Dosis einer gelegentlichen Hochdosis-Therapie vorzuziehen ist. Die Aktivierung der Vitamin-D-Speicherform in das biologisch aktive Vitamin erfolgt in der Niere. Diese Aktivierung erfordert Magnesium. Daher sollte ein ideales Vitamin D-Präparat auch Magnesium enthalten. Als Einnahmeempfehlung gilt: Die abendliche Gabe wirkt besser.

Mein besonderer Tipp: Eine regelmäßige Zufuhr von Vitamin D steigert die Abwehrkräfte, stärkt die Knochen, reguliert den Blutdruck und Blutzuckerspiegel und ermöglicht ein Sonnenbad mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor.

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