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Unterstützung für trockene Augen

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Das Auge ist ein höchst empfindliches Organ, mit dem Helligkeit und Dunkelheit, Farben und auch die räumlichen Informationen über die Umwelt wahrgenommen werden. Licht steuert unser vegetatives Nervensystem. Der Wechsel von hell und dunkel taktet den Tag-Nacht-Rhythmus und beeinflusst dadurch auch maßgeblich unsere Schlafqualität. Daher die Empfehlung, das Schlafzimmer für eine erholsame Nachtruhe immer zu verdunkeln.

Wie werden die Augen geschützt?
Zum Schutze der Augen sitzt der Augapfel in einer knöchernen Höhle. Ober- und Unterlid verhindern durch einen blitzschnellen Schutzreflex das Eindringen von Fremdkörpern. Die Augenoberfläche unterliegt einem ständigen Spülprozess durch Tränenflüssigkeit. Dadurch wird Staub entfernt und die Augenoberfläche immer feucht gehalten. Krankheitserreger werden durch Enzyme in der Tränenflüssigkeit abgetötet. Der Tränenüberschuss wird in die Nase abgeleitet. Daher müssen wir auch die Nase putzen, wenn wir weinen oder Zwiebeln schneiden. Gerade in der kalten Heizperiode klagen viele Menschen über das Phänomen des „trockenen Auges“. Auch Frauen in einer Hormonumstellungsphase können ein Lied davon singen. Betroffen sind ebenso Senioren, weil im Alter die Menge der Tränenflüssigkeit abnimmt.

Wie ist die Tränenflüssigkeit aufgebaut?
Zuerst betrachten wir die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit genauer. Sie enthält drei Schichten: Muzin benetzt die Hornhautoberfläche und gleicht kleinere Unebenheiten aus. Darüber befindet sich eine wässrige Schicht mit Salzen, Proteinen und bakterienabtötendem Lysozym. Nach außen bildet eine Lipidschicht den Abschluss, die ein Austrocknen verhindert. Die vollwertige Funktion ist nur gegeben, wenn ein vollständiger, dreischichtiger Tränenfilm mit jedem Lidschlag das Auge überzieht.

Künstliche Tränenflüssigkeit
Die Behandlung der Symptome wie Brennen, Druckschmerzen oder einem lästigen Fremdkörpergefühl besteht im Ersatz dieses Tränenfilms, damit das obere Augenlid wieder gleiten kann und die Augenoberfläche nicht austrocknet. Die Herausforderung besteht darin, Wirkstoffe einzusetzen, die nicht gleich durch Tränenflüssigkeit ausgeschwemmt werden. Verschiedene Makromoleküle wie Polyvidon, Celluloseabkömmlinge oder Polyacrylsäure vermögen einige Stunden lang, den intakten Tränenfilm aufrecht zu erhalten. In neuerer Zeit wird oft Hyaluronsäure eingesetzt, das die Gleitfähigkeit besonders positiv beeinflusst. In Form von Tropfen oder Gel können diese Stoffe bis zu stündlich angewandt werden. Überaus praktisch ist ein Spray, das auf die geschlossenen Augen aufgesprüht wird und die Lipidschicht stabilisiert. Dadurch verbessert sich zudem der Tragekomfort von Kontaktlinsen. Unterschätzt wird die Pflege von außen durch eine Augencreme, die hautverwandte Lipide enthält und gleichzeitig die Haut straff hält.

Strukturelle Verbesserung des Tränenfilms von innen
Gibt es auch eine Bekämpfung der Ursache? Ein wichtiger Aspekt besteht darin, die körpereigene Tränenflüssigkeit in der Zusammensetzung zu verbessern. Dazu benötigen wir die Omega-3 Fettsäure DHA, die in der heutigen Ernährung meist nicht genügend vorhanden ist. Sie wird in verkapselter Form eingenommen und verbessert von innen die Lipidschicht im Tränenfilms. Außerdem benötigt das Auge in besonderem Maße bestimmte Mikronährstoffe. Die Vitamine D, C und E, Beta-Carotin sowie Zink sind für eine gute Augenfunktion wichtig. Sekundäre Pflanzenstoffe wie Lutein und Zeaxanthin versorgen und schützen die Makula, also die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut.

Mein besonderer Tipp: Erhöhen Sie im Winter die Luftfeuchtigkeit durch den Einsatz von Luftbefeuchtern und trinken Sie genug. Häufigeres Blinzeln regt die Bildung von Tränenflüssigkeit gerade bei der Bildschirmarbeit an.

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