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Übelkeit: Flau im Magen

Übelkeit: Flau im Magen

Magen und Darm

MagenDarm

„Mir ist so schlecht“. Dieses Gefühl wird meist von Brechreiz und Erbrechen begleitet. Die Ursachen hiervon können so unterschiedlich sein, dass man unbedingt Ursachenforschung betreiben muss. Das Brechzentrum sitzt im verlängerten Rückenmark. In diesem Steuerzentrum laufen alle Informationen zusammen, und von dort aus wird Erbrechen ausgelöst. Es dient dazu, Stoffe möglichst schnell und restlos aus dem Körper zu entfernen.

Dies ist gerade bei Vergiftungen oder Infektionen im Magen-Darm-Bereich sinnvoll. Trinkt man zu viel Alkohol oder nimmt man Lebensmittel zu sich, die mit Krankheitserregern kontaminiert sind, so kann man durch Erbrechen krankmachende Stoffe wieder im Sinne einer Schadensbegrenzung loswerden. Gerade Noroviren sind die Ursache für heftige Magen-Darm-Infekte. Wenige Erreger reichen aus, um für einige Tage außer Gefecht zu sein. Auch Fischgerichte, Muschelgerichte oder Schalentiere sind immer wieder mit Krankheitserregern behaftet, die nach etwa 12 Stunden heftige Reaktionen hervorrufen. Die Krankheitsdauer bei solchen Magen-Darm-Infekten ist in der Regel auf wenige Tage beschränkt.

Wie werden Übelkeit und Erbrechen behandelt?
Die Behandlung hat zum Ziel, die Beschwerden wie Übelkeit, Brechreiz und gegebenenfalls Kopf- und Gliederschmerzen zu lindern. Es gibt eine Wirkstoffgruppe, die auf den Überträgerstoff Histamin abzielt. Histamin ist unter anderem im Brechzentrum bei Übelkeit und Brechreiz beteiligt. Sogenannte H1-Antihistaminika blockieren diesen Signalweg und damit auch die unangenehmen Symptome. Häufig eingesetzt wird der Wirkstoff Dimenhydrinat, der zum Einnehmen in Tablettenform, als Sirup, Zäpfchen oder als Kaugummi zur Verfügung steht.
Da Histamin im Gehirn auch den Tages-Nacht-Rhythmus beeinflusst, wird man durch diesen Wirkstoff automatisch müde. Diesen Effekt macht man sich zunutze, indem man Dimenhydrinat auch als Schlafmittel einsetzt. Autofahren, das Steuern von Maschinen und der Genuss von Alkohol sind daher für 8 Stunden nicht angesagt.

Flüssigkeit und Mineralstoffe ausgleichen
Muss man sich mehrfach hintereinander übergeben, so verliert der Körper neben viel Flüssigkeit auch wichtige Mineralstoffe. Diese Verluste gleicht man durch Mineralstoffbeutel aus, die man in Wasser auflöst und trinkt. Gerade bei Kindern und älteren Personen muss ein starker Brechdurchfall unbedingt ärztlich überwacht werden. Glieder- und Kopfschmerzen lindert man am besten durch den Wirkstoff Ibuprofen. Bei Magen-Darm-Infekten leisten auch pflanzliche Arzneimittel wie die bittere Schleifenblume in Tropfenform oder auch Ingwerpräparate gute Dienste, um die Balance wieder herzustellen. Welche weiteren Ursachen für Übelkeit und Erbrechen gibt es noch?

Zur Urlaubszeit rückt die Reiseübelkeit wieder ins Visier.
Wie kommt es dazu? Über die Augen nehmen wir räumliche Sinneseindrücke wahr. Bewegen wir uns in Bus, Auto, Flugzeug oder mit dem Schiff, so stimmen diese Eindrücke nicht mit den Bewegungen des Körpers überein, die im Gleichgewichtsorgan im Innenohr verarbeitet werden. Es kommt zu einer Art „Datenkonflikt“, der das Brechzentrum stimuliert und es fälschlicherweise in Alarmbereitschaft versetzt. Nicht alle Menschen sind gleichermaßen empfindlich hierfür, aber gerade Kinder sind häufig betroffen. Auch hier wirkt der Wirkstoff Dimenhydrinat gut, den man am besten eine halbe Stunde vor Reiseeintritt einnimmt. Als Kaugummi tritt die Wirkung besonders rasch ein. Durch die Wahl eines günstigen Platzes (Beifahrersitz im Auto, hinter der Vorderachse im Bus, in der Mitte des Schiffsrumpfes oder auf Höhe der Tragflächen im Flugzeug) kann man eine gewisse Vorbeugung betreiben.

Weitere Ursachen für Übelkeit und Erbrechen
Gerade auch Migräne wird bei manchen Personen von einer ausgeprägten Übelkeit begleitet. Hier ist eine schnelle Behandlung angezeigt, um den Migräneanfall möglichst noch abzufangen. Übelkeit in der Schwangerschaft tritt meist in den ersten Monaten in den Morgenstunden auf. Wann ist besondere Vorsicht bei Übelkeit geboten? Man sollte immer den Arzt aufsuchen, wenn gleichzeitig Brustschmerzen auftreten, weil der Verdacht auf einen Herzinfarkt besteht. Wird Übelkeit von starken Augenschmerzen begleitet, so könnte ein Problem mit dem Augeninnendruck bestehen. Tritt Übelkeit nach einem Sturz oder einem Unfall auf, so weist dies auf eine Gehirnerschütterung hin.

Mein besonderer Tipp: Als Hausmittel hat sich Ingwerwasser bei allen Arten von Übelkeit bewährt. Man bereitet es zu, indem man grob geschnittene oder geriebene frische Ingwerwurzel mit kochendem Wasser überbrüht, einige Minuten ziehen lässt und dann über den Tag verteilt trinkt.

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