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Pilzinfektionen im Genitalbereich

Pilzinfektionen im Genitalbereich

Pilzerkrankungen

Geschlechtsorgane

Pilzinfektionen der Vagina und/oder der Vulva werden fast immer durch krankmachende Hefepilze der Gattung Candida verursacht. Nachweisbar ist in aller Regel Candida albicans, was verhältnismäßig leicht und sicher zu behandeln ist – auch ohne Arztbesuch und ohne Rezept. Andere Candidaarten kommen oft bei chronisch wiederkehrenden Infekten vor. Von einer chronischen Form spricht man, wenn pro Jahr mehr als viermal behandlungsbedürftige Beschwerden auftreten. Sie erfordern den Besuch beim Arzt!

Wie sehen die Beschwerden bei einem Scheidenpilz aus? Welche Symptome zeigen sich?

In Abhängigkeit der betroffenen Schleimhautbereiche zeigen sich verschiedene Krankheitszeichen wie Juckreiz in der Scheide und am äußeren Genitalbereich, Brennen und Rötung, Schmerzen beim Wasserlassen. Man kann bei einer Frau eine Pilzinfektion von einer bakteriellen Infektion leicht unterscheiden: Bei einem Pilz tritt neben dem Juckreiz ein weißlicher, nicht riechender Ausfluss aus. Eine bakterielle Ursache für Beschwerden wird anders behandelt und erfordert den Besuch beim Arzt. Männer können eine Pilzinfektion leicht übertragen, zeigen selbst aber kaum Symptome. Daher macht eine parallele Behandlung des Partners Sinn, damit eine gegenseitige Ansteckung verhindert wird.

 

Wie kommt es zu einer Ansteckung? Die meisten Menschen beherbergen Hefepilze in der Mundhöhle und auch im Gastrointestinaltrakt. Der Ansteckungsweg findet also über Speichel oder über die Toilette statt.

 

Wer ist besonders gefährdet? Besonders anfällig für Scheidenpilze sind Frauen in Zeiten einer Schwangerschaft. Auch sind Diabetikerinnen besonders gefährdet. Außerdem birgt eine Antibiotikatherapie das Risiko einer Pilzinfektion, da durch das Antibiotikum die bakterielle Schleimhautbesiedelung der Vagina beeinträchtigt wird. Verschwinden die „guten“ Schleimhautbakterien, machen sie Platz für krankmachende Pilze. Nicht hilfreich ist übertriebene Hygiene! Und bei der Ernährung sollte man übermäßig viel Zucker vermeiden.

 

Wie wird ein Scheidenpilz in der Selbstmedikation behandelt? Als Hauptwirkstoffe gibt es die beiden Arzneistoffe Clotrimazol und Nystatin. Sie sind verfügbar als Vaginalzäpfchen und/oder als Vaginalcremes. Die Therapiedauer beträgt ein bis drei Tage. Die genaue Anwendung wird beim Besuch in der Apotheke erklärt.

 

Wie kann man sich schützen? Welche Verhaltensmaßnahmen sind angezeigt?

Unterwäsche, Handtücher und Waschlappen sollten mit mindestens 60 Grad gewaschen werden. Ist dies nicht möglich, so verwendet man desinfizierende Waschmittel. Keine Intimsprays oder Vaginalduschen verwenden! Zum Waschen empfiehlt sich eine saure Waschlotion speziell für den Intimbereich, keine normalen Seifen! Man muss sich vor Augen halten, dass sich Hautpilze dann vermehren können, wenn die natürliche Bakterienflora mangelhaft oder „löchrig“ ist. Zum Wiederaufbau der Vaginalflora gibt es daher Vaginalzäpfchen oder -kapseln, die Milchsäurebakterien enthalten, und die damit wieder die natürlichen Verhältnisse im Scheidenmilieu herstellen.

 

Mein persönlicher Tipp:

Sollte man zu häufigen Infekten neigen, ist ein Aufbau der Darmflora durch eine Kur mit probiotischen Bakterien angezeigt, da hiermit indirekt die Schleimhautbesiedelung der Vagina optimiert wird. Durch ein stabiles Immunsystem werden die Schleimhäute widerstandsfähiger. Somit wird die Häufigkeit wiederkehrender Pilzinfektionen gesenkt und die natürliche Widerstandsfähigkeit gegenüber Hautpilzen wird gesteigert.

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