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Hyaluronsäure – ein Wasserspeicher aus der Natur

Hyaluronsäure – ein Wasserspeicher aus der Natur

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Hyaluronsäure ist ein natürlicher Wirkstoff mit nahezu unendlich vielen Funktionen im Körper mit geringen Nebenwirkungen. Die Moleküle der Hyaluronsäure sehen aus wie lange Ketten, die untereinander verlinkt, verzweigt sind. Sie ist eine natürliche Substanz, die im Körper von vielen Zellen gebildet wird. Ihre herausstechende Eigenschaft ist ihre enorme Fähigkeit, Wasser zu binden. Dies wird in vielen Bereichen der Medizin und der Pharmazie genutzt. Ein Milligramm Hyaluronsäure ist in der Lage sechs Gramm Wasser zu binden. In dieser gequollenen Form ist sie wichtiger Bestandteil der Haut, des Bindegewebes, des Knorpels, der Gelenkflüssigkeit, der Knochen und sogar des Glaskörpers des Auges. Dort gibt sie Volumen und Struktur, sorgt für Elastizität und Schmierung

Wie wird Hyaluronsäure zur Weiterverarbeitung gewonnen?
Hyaluronsäure als Rohstoff zur Verarbeitung zum Arzneimittel oder in der Kosmetikherstellung wird auf mehreren Wegen gewonnen. Zum einen werden Hahnenkämme verwendet, sowie Gelenkschmiere von Rindern. Es erfolgen viele Reinigungsprozesse in vielen Einzelschritten, dennoch können diese „tierischen“ Endprodukte noch Nukleinsäuren und Proteine enthalten. Diese Restproteine können allergische Reaktionen verursachen. Um das zu vermeiden, wurden neue biochemische Produktionsmethoden mit Teilnahme von Mikroorganismen entwickelt. Das bakteriell gewonnene Endprodukt ist identisch mit dem tierischen, aber nicht immunogen auf Grund seiner Reinheit.

Die Wirkung von Hyaluronsäure in der Haut
Für die Straffheit und Festigkeit unserer Haut sind tiefliegende Hautschichten verantwortlich, die sogenannte Lederhaut. Zwischen den Zellen der Lederhaut befindet sich ein Gerüst, eine Matrix, deren gelartige Struktur maßgeblich von körpereigener Hyaluronsäure gebildet wird. Die Haut verliert an Feuchtigkeit, an Prallheit und Elastizität, wenn der Hyaluronsäure-Anteil im Körper zurückgeht. Das passiert im Alterungsprozess und wird sichtbar durch Fältchen und Falten. Als besonders effektive Hautalterungs-Bremse gelten Hyaluronsäure-basierte Cremes, Lotionen, Gels und intradermale Fillerinjektionen. Diese Filler sorgen für eine Aufpolsterung der Fältchen und von erweiterten Poren. Hyaluronsäurefiller-Injektionen zählen als sicher und wirkungsvoll. Jedoch sind die sichtbaren Effekte der Behandlung mit Hyaluronsäure-Injektionen auf ungefähr sechs Monate begrenzt. Der Effekt einer topischen Anwendung von Hyaluronsäure, also einer Anwendung durch Cremes und Lotionen, hängt von der Molekülgröße der verwendeten Hyaluronsäure ab. Sie formt mit Wasser und dem Keratin der Haut eine dünne zusammenhängende Schicht, die die Hautoberfläche mit Feuchtigkeit versorgt. Diese Schicht wird jedoch schnell wieder abgewaschen, so dass eine Tiefen- und Langzeitwirkung leider fehlt.

Weitere Eigenschaften von Hyaluronsäure
Hyaluronsäure nimmt eine Hauptrolle auch bei der Abheilung von Haut und Schleimhautdefekten ein. Durch ihre befeuchtenden, pflegenden und wundheilungsfördernden Effekte ist Hyaluronsäure ein wichtiger Bestandteil in Augentropfen, Mundgelen, Lutschtabletten und Nasensprays. In frühen Stadien von Verletzungen und Entzündungen ermöglicht Hyaluronsäure das Einwandern von Immunzellen, indem sie durch das Aufquellen des Gewebes die Zellzwischenräume erweitert. So gelangen heilende Immunzellen in großer Zahl an den Verletzungsort. Im Endeffekt führt das zu einem schnelleren Wundschluss. Zuletzt spielt Hyaluronsäure auch eine wichtige Rolle als Baustein von Knorpel und von Gelenkflüssigkeit. Injektionen von Hyaluronsäure in schmerzende, geschädigte Gelenke werden seit Jahrzehnten zur Linderung von Arthrose eingesetzt. Die Nebenwirkungen sind hierbei gering, kleiner als die von herkömmlichen Schmerzmitteln.

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