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Herbstzeit – Kürbiszeit

Herbstzeit – Kürbiszeit

Kürbis als Arzneipflanze

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Der Herbst ist mit aller Macht gekommen, und mit ihm auch wieder die Zeit der Kürbisse. Der Kürbis hat vieles zu bieten, für die Sinne, für das Vergnügen und auch für die Gesundheit. Botanisch gesehen gehört der Kürbis zu den Beerenfrüchten, die schwerste dieser „Beeren“ brachte es vor wenigen Jahren auf 1.190 Kilogramm! Der Kürbis gehört zu den ältesten Kulturpflanzen und wird wohl schon seit 10.000 Jahren in Amerika angebaut. Erst seit etwa 500 Jahren sind die Kürbisse nach Europa gelangt. Es gibt mehr als 200 essbare Kürbissorten, die Zucchini zählen übrigens auch dazu. Vom Aussehen her gibt es scheinbar unendlich viele Varianten, was die Farbigkeit, das Gewicht und die Oberflächenbeschaffenheit anbetrifft. Zu den Riesenkürbissen (Cucurbita maxima), die es auf ein Gewicht bis zu 50 Kilogramm schaffen können, zählt der mit einem Gewicht von einem Kilogramm schwere Hokkaido-Kürbis. Er lässt sich samt seiner Schale kochen und genießen. Besonders farben- und formenreich ist der Gartenkürbis (Cucurbita pepo). Zu diesem gehört der klassische Halloween-Kürbis und sehr viele weitere Kürbisse, die zum Verzehr geeignet sind. Bei einem Speisekürbis sollte man immer ein kleines Stück roh probieren. Schmeckt es bitter, ist dieser Kürbis ungenießbar. Die Bitterstoffe machen ihn giftig, also Finger weg davon. Zierkürbisse dürfen wegen ihrer Bitterstoffe folglich nicht gegessen werden!

Vielseitige Kürbisküche

Kulinarisch haben Kürbisse extrem viel zu bieten: Man kann sie als Gemüse kochen, zu Suppe oder Püree verarbeiten, als Scheiben backen oder grillen, man kann sie auch süßsauer einlegen. Sehr beliebt ist das nussig schmeckende Kürbiskernöl. Kürbisse sind vitaminreich und sie sind kalorienarm!

 

Kürbis als Arzneipflanze

Wichtig für die Gesundheit, vor allem des Mannes, ist der Samen. Kürbissamen nennt man auch Kürbiskerne. Der Samen von Cucurbita pepo ist eine Arzneidroge. Droge bedeutet in der Fachsprache der Arzneibotanik, dass eine medizinische Wirksamkeit wissenschaftlich nachgewiesen ist und hat nichts mit einer berauschenden Wirkung zu tun. Eingesetzt wird Kürbissamen (Kürbiskerne) zur Behandlung von Prostatabeschwerden. In der Prostata wird der Testosterongehalt gesenkt. Männer, die aufgrund einer gutartig vergrößerten Prostata im Anfangsstadium Probleme mit dem Wasserlassen haben, erfahren eine Linderung ihres Problems. Die Vergrößerung der Prostata wird nicht zurückgeführt, aber ein weiteres Wachstum wird verzögert oder verhindert. Besonders sinnvoll und wirksam sind Kürbissamen in Verbindung mit Extrakten von Brennnessel und Granatapfel. Wahrscheinlich kann man hiermit auch eine gewisse Vorbeugung vor Prostatakrebs bewirken. Ebenso wichtig ist das Einsatzgebiet der Reizblase. Insbesondere bei nächtlichem Harndrang versprechen Kürbissamen zusammen mit anderen Heilpflanzen Linderung.

 

Kürbishype bei Halloween

Eine Information zuletzt zu Halloween. Halloween ist ein amerikanischer Brauch, der inzwischen nach Europa „zurückgekehrt“ ist. Denn die Wurzeln von Halloween liegen im früheren keltischen Irland. Nach einer Legende legte ein vom Teufel verfluchter Hufschmied glühende Kohlen in eine ausgehöhlte Rübe. Mit diesem Licht sucht er noch heute nach Erlösung. Im 19. Jahrhundert wanderten Tausende von Iren nach den USA aus und nahmen ihren Brauch mit. Als Rübenersatz fanden sie dort Kürbisse vor. Heutzutage höhlt man Kürbisse aus, schnitzt schaurige Gesichter in sie hinein, und mit Kerzen werden diese gruseligen Köpfe dann ausgeleuchtet.

 

Mein besonderer Tipp:

In Ludwigsburg findet in der Anlage des blühenden Barocks jedes Jahr die weltweit größte Kürbisausstellung statt. Dieses Jahr dauert die Ausstellung bis 06. Dezember und bietet ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm.

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