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Hanta-Virus-Welle

Hanta-Virus-Welle

Viren

Infektionskrankheiten

Hantaviren sind weltweit verbreitet. Der Name leitet sich nach dem koreanischen Fluss Hantangang ab, wo eine Krankheitswelle während des Koreakriegs auftrat. Hantaviren befallen Menschen nicht direkt. Daher ist ein Erkrankter nicht ansteckend. Sie werden von Rötelmäusen beherbergt. Mit dem Kot werden sie in die Umwelt ausgeschieden. Zerfällt der Kot zu Staub, können die Hantaviren in unsere Atemluft gelangen und nun eine Erkrankung bei einem einzelnen Menschen auslösen.

Überträger der Krankheit sind Mäuse

Überall da, wo Rötelmäuse leben, kann man sich die Krankheit einfangen. Rötelmäuse ernähren sich vor allem von Bucheckern und Eicheln. Da gerade in unserer Region Buchen und Eichen im letzten Jahr viele Früchte getragen haben, kommt es in diesem Jahr zu besonders vielen Erkrankungsfällen. Die meisten Erkrankungen verlaufen nicht schwer. Aber in manchen Fällen wird es gefährlich, weil die Krankheit die Nieren so stark in Mitleidenschaft zieht, dass ein Krankenhausaufenthalt nötig wird.

 

Wo kann man sich mit Hantaviren infizieren?

Man kann übrigens leicht mit dem Mäusekot in Berührung kommen: Beim Radfahren im Wald, bei der Gartenarbeit, beim Ausfegen eines Kellerraums oder durch eine tote Maus. Nach etwa zwei Wochen tritt hohes Fieber auf, das mehrere Tage anhält, und das von starken Kopf-, Rücken- und Muskelschmerzen begleitet wird. Auch über Magen-Darm-Beschwerden und Sehstörungen wird berichtet. Antibiotika helfen gegen die Viren nicht! Ein Bluttest bringt Gewissheit und kann einen sofortigen Krankenhausaufenthalt bedingen. Dort kann die kritische Phase der Erkrankung in der Regel gut überstanden werden. Die gute Nachricht lautet, dass keine Spätfolgen zu erwarten sind.

 

Wie kann man sich schützen?

Der wirksamste Schutz besteht in der Vermeidung des Kontakts zu Mäusen und ihren Ausscheidungen. Tote Mäuse und Mäusekot sollten vor der Entsorgung mit Desinfektionsmitteln benetzt werden. Beim Arbeiten in Kellerräumen, Dachböden, Schuppen oder im Garten, wo mit Mäusekot und einer Staubentwicklung zu rechnen ist, sollte man Handschuhe und auch einen Mundschutz tragen. Durch Befeuchten kann der Staub gebunden werden. Übrigens: Gerade aktive Menschen können erkranken, die sonst selten von schweren Krankheiten betroffen sind.

 

Mein ganz besonderer Tipp: Man sollte bei schnell einsetzendem, hohem Fieber an eine mögliche Hanta-Virus-Erkrankung denken. Pforzheim ist aufgrund seiner Buchen- und Eichenwälder ein Risikogebiet.

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