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Gastroenteritis: Die „bösen“ Noro- und Rotaviren im Sommer

Gastroenteritis: Die „bösen“ Noro- und Rotaviren im Sommer

Viren

DarmDurchfallMagenInfektionskrankheiten

Eine Gastroenteritis ist auf Deutsch ein Magen-Darm-Infekt. Ist ein solcher Infekt verbunden mit ausgeprägten Durchfällen und Erbrechen, so kann dies zu erheblichen Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten führen. Es kommt also zu einem Mangel an Wasser und Salzen mit folgender Austrocknung. Diese gefürchtete Austrocknung des Körpers kann bei Senioren und bei kleinen Kindern durchaus lebensbedrohlich werden. Die häufigsten Auslöser einer Gastroenteritis sind Noroviren, bei Kleinkindern aber auch Rotaviren. Beide Infekte verlaufen sehr heftig.

Wissenswertes zu Noroviren

Eine Impfung gegen Noroviren gibt es bis heute nicht. Noroviren können über verkeimte Speisen übertragen werden, aber auch über Türgriffe oder kontaminierte Spielzeuge. Über Erbrochenes oder über den Stuhl werden sie massenhaft ausgeschieden und über kleinste Spuren an den Händen weitergegeben. Eine Ansteckung erfolgt nur oral, d.h. über den Mund durch Herunterschlucken. Im Unterschied zu Coronaviren erfolgt keine Infektion durch Einatmen von Tröpfchen in der Atemluft. Einrichtungen wie Kindergärten, Kliniken, Pflegeheime oder Kreuzfahrtschiffe sind besonders gefährdet. Bereits wenige Stunden nach der Ansteckung mit Noroviren kommt es zu starker Übelkeit, plötzlich einsetzendem Erbrechen, Bauchkrämpfen und heftigen Durchfällen. Man fühlt sich allgemein krank und abgeschlagen. Fieber entsteht nur selten. In der Regel klingen die Symptome schon nach einem Tag wieder ab.

 

Wissenswertes zu Rotaviren

Rotaviren sind extrem ansteckend. Auch sie werden durch kontaminierte Hände, Handtücher, etc. übertragen. Möglich ist allerdings auch eine Übertragung durch Husten, Niesen und Speichel, also auch durch Tröpfchen-infektion wie bei einer Erkältung. Auch hier setzen die Krankheitssymptome nach einem oder zwei Tagen nach der Ansteckung ein. Es beginnt mit heftigem Erbrechen, dann folgen schlimme und häufige Durchfälle. Im Extremfall kann man an Organversagen versterben. Die Krankheit dauert länger an als bei Noroviren, nämlich bis zu sechs Tage. Wenn starke Austrocknung droht, so sind Flüssigkeitsinfusionen im Krankenhaus unerlässlich. In der Dritten Welt sterben jedes Jahr Hunderttausende Kinder an einem Rotavirus-Infekt! Eine Schluckimpfung für Kinder ist möglich.

 

Wie kann man sich vor einer Gastroenteritis durch Noroviren und Rotaviren schützen?

Hygiene ist die wichtigste vorbeugende Maßnahme. Denn diese Viren werden am häufigsten durch direkten Kontakt zu einem Erkrankten übertragen. Es gilt daher: Den Kontakt zu Erkrankten meiden. Händewaschen ist unbedingt angesagt! Gegenstände und Flächen müssen gründlich gereinigt und eventuell desinfiziert werden.

 

Mein besonderer Tipp: Elektrolytbeutel gleichen die Verluste an Salzen aus. Probiotika stützen und regenerieren die Darmflora.

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