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Gase im Darm

Gase im Darm

Magen und Darm

Darm

Etwa jeder fünfte Bürger kann von unangenehmen Blähungen im Darm berichten. Der Bauch ist wie aufgepumpt und oftmals gehen Winde ab. Wie entstehen die Gase im Bauch? Kohlensäurehaltige Getränke und verschluckte Luft bei hastigem Essen erhöhen die Gasmenge ganz direkt. Aber noch wichtiger sind die Gase, die während der Verdauung entstehen.

Wo bilden sich Gase im Darm?

Im oberen Dünndarm entsteht viel Kohlensäure, wenn die Magensäure neutralisiert wird. Dann kommen die Darmbakterien ins Spiel. Sie verwerten Nahrungsmittelbestandteile und bilden dabei weitere Gase. Nach Antibiotikagabe oder bei stark kohlenhydrathaltiger Nahrung gerät die Zusammensetzung der Darmflora aus dem Gleichgewicht. Es überwiegen dann vergärende Bakterien, die übel riechende Gase produzieren. Eine Kur mit probiotischen Darmbakterien regeneriert die Darmflora wieder.

 

Hauptübeltäter: Laktoseintoleranz

Häufigster Grund für Blähungen stellt die Laktoseintoleranz dar. Laktose stellt einen beliebten Zusatzstoff in der Lebensmittelindustrie dar. Damit lassen sich Suppen, Soßen, Salatsaucen und Süßspeisen von cremiger, süßlicher Konsistenz herstellen. Das unangenehme Bauchgefühl stellt sich etwa eine Stunde nach Verzehr der entsprechenden Speise ein. Schnelle Abhilfe schaffen die kleinen Laktase- Tabletten, die man zur Mahlzeit im Restaurant einnimmt und dabei helfen, die Laktose zu abzubauen.

 

Weitere Ursachen für zu viel Gas im Darm

Isst man zu große oder zu fetthaltige Portionen, kann der Weitertransport der Nahrung im Darm gestört sein. Es bilden sich Gasschäume, die zu den bekannten Beschwerden führen. Auf physikalischen Wege kann man diese Gasschäume mit dem Wirkstoff Simeticon auflösen. Er wird schon bei Babys zur Behandlung der Drei-Monats-Koliken eingesetzt, hilft aber auch Erwachsenen in Form von Kautabletten.

 

Hilfe durch Pflanzenkraft

Gewürze wie Kümmel, Anis und Ingwer tragen übrigens zur besseren Verträglichkeit von Speisen bei. Überhaupt verbessern Pflanzen die Verdauung, ob als Aperitif oder als Magenbitter nach dem Essen genossen, regen sie die Bildung von Verdauungssäften an. Wohltuend wirken auch pflanzliche Arzneimittel mit Extrakten von Pfefferminze, Kümmelöl, der bitteren Schleifenblume, Enzian und Angelikawurzel. Je nach Geschmack gibt es diese als Tropfen, Arzneitees oder als Kapseln zum Einnehmen. Der Verdauungsspaziergang sorgt ebenfalls für einen natürlichen Gasabbau.

 

Mein besonderer Tipp: Man sollte immer den Arzt aufsuchen, wenn Blut im Stuhl auftaucht oder zusätzlich Krämpfe und Durchfall im Spiel sind.

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