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Das rote Auge bei einer Bindehautentzündung

Das rote Auge bei einer Bindehautentzündung

Organe

AugenSehorgan

Augenentzündungen bilden ein heikles Thema, denn das Auge ist ein ganz besonders empfindliches Organ. Eine Entzündung macht sich bemerkbar durch Brennen, Jucken oder Kratzen. Außerdem können die Augenlider anschwellen, verklebt sein und das Auge kann zudem gerötet sein.

Wo genau ist die Bindehaut zu finden?

Die Bindehaut kleidet die Innenfläche der Augenlider aus. Sie ist sehr gut durchblutet. Vom Lidrand her bildet sie eine bewegliche Falte. Am Augapfel geht sie in die durchsichtige Hornhaut über. Beim Lidschlag verteilt sich die Tränenflüssigkeit auf der Hornhaut und befeuchtet, reinigt und ernährt diese. Die Bindehaut nimmt übrigens die Augenarzneimittel auf, indem man diese in den Bindehautsack des heruntergezogenen Unterlids einbringt.

 

Bindehautentzündung durch Reizung

Es gibt unterschiedliche Auslöser hierfür. Wird das Auge gereizt durch Zugluft, Staub, Rauch, gechlortes Wasser im Schwimmbad oder hat man die Augen einfach überanstrengt durch zu intensive Arbeit am Bildschirm oder sehr langes Lesen, so reagiert das Auge gereizt. Hier hilft ganz schnell und einfach künstliche Tränenflüssigkeit, die die Bindehaut befeuchtet und Überreizungen lindert. Man kann sie in Form von Augentropfen oder Gel einbringen.

 

Bindehautentzündung durch Infektion

Die zweite Möglichkeit ist bei einer Infektionskrankheit zu suchen. Es gibt Viren, die das Auge befallen. Hierbei reagiert das Auge mit vermehrtem Tränenfluss. Haben Bakterien die Augen infiziert, so bildet sich eitriges Sekret, das über Nacht die Augenlider stark verklebt. Bei beiden Infektionsarten ist der Gang zum Arzt angezeigt, weil antimikrobielle Augenarzneimittel verordnet werden müssen. Nach etwa einem Tag ihrer Anwendung werden die Beschwerden schon sehr viel besser.

 

Bindehautentzündung als allergische Reaktion

Gerade im Frühjahr und in den frühen Sommermonaten werden Heuschnupfen-Allergiker durch eine Reizung der Augen geplagt. Hier helfen antiallergische Augentropfen, die sehr schnell Linderung verschaffen. Gerade die Wirkstoffe Azelastin und Levocabastin wirken hervorragend und müssen nur zweimal täglich angewendet werden.

 

Entzündungen am Lidrand

Einen Sonderfall stellt das sogenannte „Gerstenkorn“ dar. Es kann sich an der Innenseite oder an der Außenseite des Lids bilden. Es handelt sich um eine bakterielle Entzündung, die sich durch eine flächige Schwellung des Lids bemerkbar macht. Nach wenigen Tagen bildet sich eine Eiterstelle, die Juckreiz verursacht. Behandelt wird das Gerstenkorn durch eine Augensalbe mit dem Wirkstoff Bibrocathol. Nach einigen Tagen heilt das Gerstenkorn aus.

 

Vorsicht bei Fremdkörpern oder Verletzungen im Auge

Sehr stark gereizt reagiert die Bindehaut beim Eindringen eines Fremdkörpers ins Auge. Hier muss unbedingt der Augenarzt aufgesucht werden, weil eine Verletzung der Hornhaut droht. Die Hornhaut reagiert sehr empfindlich auf Risse und auch auf schädliche Flüssigkeiten, z. B. Reinigungsmittel, die versehentlich ins Auge gelangen. Je nach Schwere ist eine mehrtägige Behandlung mit Augentropfen und Augensalbe dringend erforderlich, damit keine bleibenden Schäden am Auge zurückbleiben. Als Sofortmaßnahme kann man eine Augenspülung mit eigens dafür geeigneten Spüllösungen vornehmen.

 

Grundregeln, die man bei Augenentzündungen beachten sollte

Mit Augenentzündungen ist nicht zu spaßen. Der Gang zum Arzt muss in folgenden Fällen erfolgen: Zusätzliches Auftreten von Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Fieber; gleichzeitige Schmerzen oder Druckgefühl; einseitige Pupillenveränderungen; sektorförmige Rötung der Bindehaut statt ganzflächiger Rötung; starke Verklebung der Augenlider am Morgen. Spätestens nach zwei Tagen einer Selbstmedikation muss eine deutliche Besserung eingetreten sein. Vorsicht geboten ist immer, wenn nur ein Auge allein betroffen ist.

 

Akutes rotes Auge

Ziemlich dramatisch sieht ein geplatztes Äderchen im Auge aus. Meist handelt es sich dabei allerdings um eine harmlose Erscheinung, die durch körperliche Überanstrengung wie Niesen, Pressen, Husten oder Heben oder durch einen Stoß ausgelöst werden kann. Solange die Sehschärfe nicht beeinträchtigt wird und keine der oben aufgeführten Nebenerscheinungen beobachtet werden, heilt das Geschehen unbehandelt innerhalb einer Woche aus.

 

Mein besonderer Tipp:

Infektiöse Bindehautentzündungen sind hoch ansteckend. Daher nicht mit den Händen in die Augen fassen, Handtücher nicht gemeinsam mit anderen Personen benutzen und auch keine Augenarzneimittel mit anderen Personen teilen.

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