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Bakterien auf und im Menschen

Bakterien auf und im Menschen

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Menschen leben nicht allein. Wir bieten unterschiedlichsten Bakterienarten eine wunderbare Heimat. Was genau sind eigentlich Bakterien? Es sind eigenständige Kleinstlebewesen mit einer eigenen Erbsubstanz. Ein Bakterium besteht lediglich aus einer einzigen Zelle. Bakterien verfügen über einen eigenständigen Stoffwechsel und vermehren sich, indem sie sich teilen. Man teilt sie grob in zwei Kategorien ein, die sich am Aufbau der Zellwand orientieren. Der bakterielle Stoffwechsel unterscheidet sich vom menschlichen Stoffwechsel so stark, dass man durch sogenannte Antibiotika diese Prozesse so gezielt schädigen kann, dass die Bakterien zerstört werden, wir Menschen jedoch nicht beeinträchtigt werden.

Menschen beherbergen zehnmal (!) so viele Bakterien wie sie eigene Körperzellen besitzen. Sämtliche inneren wie äußeren Oberflächen sind von Bakterien besiedelt. Das bedeutet konkret: Auf unserer Haut sind unzählige Bakterien zu finden. Bakterien finden sich im gesamten Verdauungstrakt vom Mund über Speiseröhre und Magen bis zum Darmtrakt. Ebenso sind sämtliche belüfteten Organe wie Nase, Bronchien und Lunge sowie der Urogenitaltrakt bakteriell besiedelt. Auf den ersten Blick könnte man glauben, dass dies problematisch sei. Dem ist allerdings nicht so. Denn wenn im Körper alle Systeme im gesunden Gleichgewicht sind, so leben wir in einer Symbiose mit den Bakterien zusammen. Wir profitieren also von diesen Bakterien, die für uns wichtige Aufgaben übernehmen. Man kann sogar sagen, dass wir ohne diese Kleinstlebewesen nicht lebensfähig sind. So verarbeiten beispielweise Darmbakterien Nahrungsbestandteile, die wir selbst nicht verwerten könnten und machen Giftstoffe unschädlich. Dazu kommt: Dadurch, dass Bakterien in bestimmten Körperzonen leben, verhindern sie, dass sich krankmachende Bakterien dort ansiedeln können. Außerdem trainieren sie das Immunsystem und haben sogar Auswirkungen auf die Psyche.

 

Wie kommt es zu bakteriellen Infektionen?

Erkranken wir, so ist dies ein Zeichen dafür, dass das gesunde Gleichgewicht gestört ist, weil „schlechte“ Bakterien die Überhand gewonnen haben. Prinzipiell gilt: Sogenannte Antibiotika stellen die Wunderwaffen gegen Bakterien dar. Gezielt eingesetzt, töten sie krankmachende Bakterien ab und verbessern den Gesundheitszustand spätestens innerhalb von etwa 2 Tagen. In der Regel werden sie vom Arzt verordnet. Leider töten sie allerdings auch nützliche Bakterien ab. Wir bemerken das am ehesten an den Auswirkungen auf den Darm. Dort leben nämlich 90 % aller Bakterien. Viele Antibiotika ziehen als Nebenwirkung Durchfall und Magen-Darm-Problemen nach sich. Gerade Frauen leiden nach Antibiotikaeinnahme unter einer bakteriellen Vaginose, einem Scheidenpilz oder unter wiederkehrenden Blasenentzündungen. Um nach Abtötung der krankmachenden Bakterien das gesunde Gleichgewicht wieder herzustellen, gehört zur Antibiotikaeinnahme die Einnahme von sogenannten Probiotika. Es handelt sich dabei um eine Auswahl der für uns nützlichen Bakterien, die man begleitend einnimmt. Sie siedeln sich nun wieder an und bieten Schutz vor Infektionen durch krankmachende Bakterien oder auch Pilzen. So können wir das gesunde Gleichgewicht wiederherstellen.

 

Beispiele für bakterielle Infektionen

Zähne werden von Kariesbakterien attackiert. Andere Bakterien greifen unser Zahnfleisch an und führen dort zur Parodontose. Die gute Nachricht lautet: Regelmäßige Zahnpflege, die auch die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume umfasst, sowie eine Einschränkung von süßen Speisen und Getränken, können diese Erreger in Schach halten. Im Rachenraum tummeln sich neben Viren auch Streptokokken, die die gefürchtete Halsentzündung mit Namen Angina auslösen. Hier verordnet der Arzt immer ein Antibiotikum. Ein viraler Schnupfen kann in bestimmten Fällen eine bakterielle Nasennebenhöhlenentzündung nach sich ziehen. Aus einer Bronchitis kann sich eine gefährliche bakterielle Lungenentzündung entwickeln. Eine gefürchtete bakterielle Darminfektion kann gerade nach einer längeren Antibiotikagabe durch den Erreger Clostridium difficile verursacht werden. Im Magen kann das Bakterium Helicobacter pylori eine Magenschleimhautentzündung hervorrufen und ist am Entstehen von Magenkrebs beteiligt. Andere Bakterien führen zu einer Blasenentzündung, einer Prostataentzündung beim Mann oder einer Scheidenentzündung der Frau. Und zu guter Letzt führen Bakterien auf der Haut zu entzündeten Talgdrüsen bei Akne, zu Furunkeln oder zur Infektion von Wunden bis hin zur Blutvergiftung.

 

Mein besonderer Tipp:

Neben den Probiotika, die wir über einige Tage als Kur in Wasser aufgelöst trinken, benötigt unser Immunsystem auch bestimmte Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, um krankmachende Erreger in Schach zu halten. Auf die Zufuhr dieser Stoffe sollten wir ganz besonders achten, wenn wir häufig krank sind.

 

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