Gesunder und erholsamer Schlaf

Jeder Mensch besitzt ein unterschiedliches Schlafbedürfnis. Dem einen reichen 6 Stunden, ein anderer ist noch müde, wenn er nicht regelmäßig 10 Stunden Schlaf pro Nacht erreicht. Eines ist jedoch allen gemeinsam: mit zunehmendem Alter nimmt die durchschnittliche Schlafdauer ab und auch das Schlafmuster verändert sich. Man wacht leichter auf und schläft auch schlechter wieder ein.

Sollten Schlafstörungen länger als vier Wochen andauern, sollte man Ursachenforschung betreiben: Bei bestimmten Grunderkrankungen findet sich als Begleiterscheinung ein schlechterer Schlaf. Dies ist der Fall bei chronischen Schmerzen, die einem den Schlaf rauben. Hier ist eine ausreichende Schmerzdämpfung absolut erforderlich. Bei nervenbedingten Erkrankungen wie zum Beispiel Morbus Parkinson wird ebenfalls die Schlafqualität beeinflusst. Zudem kann man bei urologischen Schwierigkeiten oft nicht durchschlafen, weil nächtlicher Harndrang immer wieder zum Aufstehen zwingt. Und ein wichtiges Leitsymptom von Depressionen ist nun mal ein gestörter Schlaf, so wie auch psychische Faktoren wie Trauer, familiäre Probleme oder Stress oftmals Einschlafschwierigkeiten mit sich bringen.

Auch bestimmte Medikamente bringen als Nebenwirkung eine Beeinträchtigung unseres Nachtschlafs mit sich. In allen diesen Fällen liegt der Schlüssel zur Schlafverbesserung in der optimalen Behandlung der Grunderkrankung. Nun gibt es jedoch auch andere Gründe, die im Lebensstil begründet sind.

Man sollte immer hinterfragen, wie lange der Nachtschlaf eigentlich dauern sollte. Eine Schlafdauer von 8 Stunden kann in fortgeschrittenem Alter durchaus ausreichend sein.

Zieht man noch das erfrischende Mittagsschläfchen ab, so ist es ausreichend, um Mitternacht zu Bett zu gehen und morgens gegen halb acht aufzustehen. Oftmals neigt man jedoch dazu, zu früh schlafen zu gehen und liegt dann ab 4 Uhr morgens wach im Bett. Hier helfen keine Medikamente zur Verlängerung des Schlafs. Nur eine Änderung des Lebensstils kann Abhilfe schaffen.

Vielleicht kann der Mittagsschlaf gegen einen Spaziergang ersetzt werden? Auch körperliche Betätigung am Tage unterstützt die natürliche Müdigkeit am Abend. Es ist auch hilfreich, wenn das Tässchen Kaffee am Nachmittag koffeinfrei genossen wird. Koffein kann sich nämlich auch noch nach Stunden negativ auf die Schlafqualität auswirken. Prinzipiell schläft man viel besser, wenn es im Zimmer ruhig, dunkel, kühl und gut gelüftet ist und vor allem regemäßige Schlafenszeiten eingehalten werden.

Behandelt werden vorübergehende Schlafstörungen schon lange mit pflanzlichen Präparaten. Schlaffördernd wirken Baldrianwurzel, Passionsblumenkraut, Melissenblätter, Lavendelblüten und Hopfenzapfen. Daneben werden die beiden Wirkstoffe Doxylamin und Diphenhydramin mit sehr gutem Erfolg eingesetzt, sind jedoch nicht für alle Menschen geeignet. Hier muss der Apotheker die weiteren Medikamente und Erkrankungen erfragen.

Mein persönlicher Tipp:
Vor dem Schlafengehen hilft oft auch eine Tasse frisch aufgebrühter Schlaftee und ein kleiner Spaziergang, um am nächsten Morgen frisch und ausgeruht wieder aufzuwachen.