Endlich Rauchfrei?

Obwohl Rauchen die Lebenserwartung um bis zu 23 Jahre verringert, raucht fast ein Drittel der über 15-jährigen Deutschen. Täglich sterben hierzulande 383 Menschen als Folge davon. Dabei gibt es viele Wege, um den Verzicht auf den Glimmstängel zu erleichtern.

Methoden der Raucherentwöhnung: Grundsätzlich gibt es zwei Wege: entweder sofort ganz aufhören oder schrittweise den Zigarettenkonsum senken. Bei beiden Wegen gilt: Je entschlossener der Wille zum Aufhören ist, desto eher klappt es! Das Umfeld wirkt dabei als wichtiger Helfer. Warum ist es denn so schwer, aufzuhören? Bei der Raucherabhängigkeit spielen mehrere Ebenen zusammen. Eine besondere Rolle spielt das Nikotin beim körpereigenen „Belohnungssystem“. Das Glücksgefühl, das sich nach dem Rauchen einer Zigarette einstellt, führt im Gehirn zur Ausschüttung von sog. Glücksbotenstoffen. Schon das Ritual beim Halten der Zigarette, dem Anzünden und Rauch-Ausblasen führt zur Freisetzung dieser Botenstoffe. 
Dies erschwert das Abgewöhnen so sehr. Verschreibungspflichtige Arzneimittel, die gezielt im Gehirn wirken, liegen in ärztlicher Hand.

Arzneimittel mit Nikotin: Nikotinhaltige Präparate lindern in der Anfangsphase der Entwöhnung die Entzugssymptome, die auf der fehlenden Nikotinzufuhr beruhen.

Die Rauchergewohnheiten geben den Ausschlag, ob lieberNikotinkaugummis oder eher Pflaster eingesetzt werden. Kaugummis empfehlen sich für Gelegenheitsraucher, die in speziellen Situationen zur Zigarette greifen (sog. Konfliktraucher).

Die Wirkung setzt schnell ein. Der Kaugummi sollte nach dem Kauen gegen die Wangenschleimhaut gepresst werden, 15 Minuten vor und nach der Anwendung sollte nichts getrunken oder gegessen werden. Die Kaugummis gibt es in zwei Wirkstärken.

Nikotinpflaster eignen sich für starke Raucher, die den ganzen Tag über einen hohen Zigarettenkonsum aufweisen. Die unterschiedlichen Stärken wirken alle nach ca. einer Stunde für 16 bis 24 Stunden und halten den Nikotinspiegel gleichmäßig aufrecht. Sie eignen sich daher nicht für eine „notfallmäßige“ Anwendung. Die Kosten entsprechen in etwa dem Preis für Zigaretten.

Auch die Homöopathie unterstützt die Entwöhnung. Das Nikotinverlangen mindern Tabacum D12 Globuli, die einmal täglich bei Bedarf eingenommen werden. Für zusätzliche Beschwerden wie Schlafstörungen, Husten, Gereiztheit, oder Übelkeit gibt es homöopathische Kombinationspräparate. Akupunktur und Verhaltenstherapie wirken sehr individuell.

Mein ganz besonderer Tipp:
Zinnkrauttee wirkt als Balsam für die Lunge und mindert das Verlangen. 3 mal täglich 3 Wochen lang eine Tasse trinken!