Der gesunde Magen

Durch die Speiseröhre gelangt unser Essen in den Magen, um dort durch verschiedene eiweißspaltende Enzyme zerlegt zu werden. Außerdem desinfiziert der saure Magensaft die Nahrung und sorgt für die optimale Funktion der Verdauungsenzyme. Das klappt normalerweise alles ganz reibungslos. Aber wehe, wir essen zu schwer, zu fett, rauchen oder trinken zu viel Alkohol. Dies schränkt nämlich die Funktion unseres Magens ein mit der Folge, dass wir unter saurem Aufstoßen, Sodbrennen, Übelkeit, Unwohlsein, Erbrechen oder Völlegefühl leiden.

Auch Stress schlägt uns übrigens auf den Magen. Wenn wir den Auslöser kennen, können wir durch Einnahme geeigneter Medikamente die Beschwerden beheben, ansonsten sollten wir den Arzt aufsuchen. Die Symptome werden nämlich vor allem durch die aggressive Magensäure ausgelöst, die gut zu neutralisieren ist. Dies kann direkt durch sogenannte „Antazida“ erfolgen, die in Form von Kautabletten oder in flüssigen Portionsbeuteln ein bis drei Stunden nach dem Essen eingenommen werden. Besonders eignen sich die Mineralgitterstoffe Hydrotalcid oder Magaldrat, welche die Säurepartikel einlagern und dadurch unschädlich machen. Diese sind auch für Schwangere geeignet, die oft gegen Ende der Schwangerschaft von Sodbrennen geplagt werden.

Säureblocker haben einen anderen Wirkmechanismus: Sogenannte H2-Blocker wie Ranitidin oder Famotidin verhindern die Ausschüttung der Magensäure. Protonenpumpenhemmer wie z. B. Omeprazol oder Pantoprazol wirken ebenfalls säureblockend und schmerzstillend. Sie sind für einen kurzzeitigen Einsatz auch rezeptfrei erhältlich. Alle diese Präparate sollten zeitversetzt mit anderen Medikamenten eingenommen werden, damit keine unerwünschten Wechselwirkungen auftreten.

Mein ganz besonderer Tipp:
Auch im Garten der Natur finden sich magenschützende Heilkräuter. Vor allem Kamille oder Johanniskraut in Zusammenwirkung mit anderen Pflanzen können  – kurweise angewendet – als Kräuterextrakt den Magen beruhigen. Wohltuend wirkt auch die berühmte Tasse Kamillentee.