Arthrose – eine Gelenkerkrankung unserer Zeit

Alle Bewegungsabläufe setzen ein kompliziertes Wechselspiel zwischen Skelett, Muskulatur, dem Nervensystem sowie dem Hormon-, Vitamin- und Mineralhaushalt voraus. Die wichtigsten Elemente sollen in einfachen Worten beschrieben werden:

Die Gelenke bilden die beweglichen Verbindungen zwischen zwei oder mehreren Knochen wie beispielsweise Schulter- oder Kniegelenk. Die meisten Gelenke bestehen aus einem Kopf und einer Pfanne. Sie sind umschlossen von einer Gelenkkapsel. In ihrer Nähe befinden sich Schleimbeutel zur Polsterung.

Die Muskeln sind die aktiven Anteile des Bewegungsapparates. Sie bestehen aus Fasern, die sich zusammenziehen (kontrahieren) können. Ihnen kommt eine wichtige Rolle zu. Je schlechter es um den Zustand eines Gelenks bestellt ist, umso wichtiger ist eine gut ausgebildete Muskulatur, die regelmäßig durch Sport und Bewegung trainiert werden muss. Um es überspitzt zu formulieren: Eine starke Muskulatur stabilisiert auch angeschlagene Gelenke.

Die Bänder dienen der Gelenkstabilisierung (z.B. am Knie). Sie verbinden und verstärken  die Knochen. Die Sehnen hingegen verbinden Knochen mit Muskeln. Sie übertragen die Kontraktionskraft der Muskeln.

An der Nahtstelle im Gelenk zwischen den Knochen sitzt der Gelenkknorpel, der eine Art Gummischicht zur Polsterung bildet und mit Flüssigkeit, der „Gelenkschmiere“, eine reibungslose Bewegung ermöglicht. Im fortgeschrittenen Alter oder bei langjähriger Belastung einzelner Gelenke treten sogenannte „Arthrosen“ auf. Als Arthrosen bezeichnet man verschleißbedingte Erkrankungen am Knorpel, die an Knien, Hüften und der Wirbelsäule auftreten. In der Folge reibt Knochen dann an Knochen; daraus entsteht eine Entzündung des Gelenks. Dass es hierbei zu Schmerzen kommt, ist leicht zu verstehen. Zur Erleichterung können im Rahmen der Selbstmedikation kurzzeitig antientzündliche Wirkstoffe wie z. B. Ibuprofen eingesetzt werden.

Vitamin E als natürlicher Entzündungshemmer unterstützt diesen Prozess. Um die Knorpelsubstanz wieder aufzubauen oder weiterem Abbau vorzubeugen, gibt es Arzneimittel mit den Wirkstoffen 
D-Glucosamin sowie Chondroitin. Diese  Stoffe sind wichtige  Bausteine der Knorpelsubstanz und helfen, diese wieder aufzubauen. Die schmerzlindernde Wirkung ist gering und eine längerdauernde Einnahme muss gewährleistet sein, damit die Aufbauprozesse angekurbelt werden.

Seit Kurzem gibt es einen neuartigen Therapieansatz, um den körpereigenen Reparaturmechanismus zu aktivieren und neue Knorpelsubstanz wieder herzustellen: die Eigenplasmatherapie, bei der aus dem eigenen Blut das Blutplasma gewonnen wird. Dieses Eigenplasma enthält aktivierte Blutplättchen und andere Faktoren, die in die entzündete Körperregion eingespritzt werden. Klinische Ergebnisse  zeigen eine signifikante Verbesserung hinsichtlich des Schmerzverlaufs und der Beweglichkeit der Gelenke. Genial dabei ist, dass man sich der körpereigenen Reparaturmechanismen bedient, ohne dabei Fremdstoffe einzusetzen. Gerade bei Knieproblemen oder Schulterentzündungen werden sehr gute Erfolge erzielt.

Mein persönlicher Tipp:
In der akuten Schmerzphase empfehle ich den Einsatz einer Moorsalbe, die neben den Wirkstoffen aus dem Moor auch Murmeltierfett enthält, oder auch die Intensivwirkung einer Moorpackung mit ihren natürlichen Wirkstoffen.